Aktion „Gelbes Band im Odenwaldkreis“

Kostenlos und ganz legal Obst auf fremden Grundstücken ernten? Während des Aktionszeitraumes „Gelbes Band“ (eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter Mitwirkung der Länder) vom 29. September bis 06. Oktober, werden Obstbäume, die von ihren Besitzern nicht mehr selbst abgeerntet werden können,  mit einem gelben Band gekennzeichnet. Gleichzeitig werden die Standorte auf einer Karte eingetragen, die auf der Homepage des Odenwaldkreises eingestellt wird.

Die Früchte der mit dem Gelben Band gekennzeichneten Bäume und Sträucher, dürfen abgeerntet werden. Was sonst verboten ist, nämlich Früchte der auf privaten Grundstücken stehenden Bäume und Sträucher zu ernten, ist in diesem Fall nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht.

Hessischer Beitrag zur Lebensmittelwertschätzung

Jährlich landen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – ein Großteil davon macht Obst und Gemüse aus. Um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, müssen alle aktiv werden. Die Ernteaktion verbindet die Obstbaumbesitzer mit Verbrauchern und lenkt im Spätsommer und Herbst den Blick auf regionales und saisonal verfügbares Obst. Ob Zwetschgen, Birnen, Äpfel oder Nüsse – durch das eigene Abernten und Auflesen bekommen Verbraucher einen direkten Bezug zu diesen Lebensmitteln und werden für einen bewussteren, wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln sensibilisiert.

Wer Bäume oder Sträucher besitzt, kann noch mitmachen

Wer das Obst von seinen Bäumen oder Sträuchern zur Verfügung stellen möchte, damit es nicht verdirbt, kann sich online anmelden überAktion einsenden und dort das Grundstück eintragen lassen. Was es dabei rechtlich zu beachten gilt, wird ebenfalls auf der Internetseite der Initiative zusammengefasst.

Digitale Landkarte zeigt an, wo geerntet werden kann

Jeder ist aufgerufen mitzumachen: Unter Gelbes Band Odenwaldkreis sind in einer digitalen Landkarte alle Standorte im ODW der angemeldeten Sträucher und Bäume eingetragen.

Die Tafel Hessen e.V. – Landesverband Hessen begleitet die Aktion. Gemeinsam mit regionalen Tafeln e.V. werden vor Ort Kochaktionen aus geerntetem Obst durchgeführt und Kooperationen mit Streuobstwiesen in der Region eingegangen. Einige Landkreise haben bereits Interesse bekundet, die Aktion zu unterstützen. Auch die Verbraucherzentrale Hessen e. V. setzt sich für eine weitreichende Bekanntmachung der Aktionswoche ein.

Wer erfolgreich war, kann sein Ergebnis in den sozialen Netzwerken unter Nutzung des Hashtags #deutschlandrettetlebensmittel sowie #gelbesband präsentieren, um so noch mehr Menschen für das Projekt zu erreichen.

Behutsames Ernten der Umwelt zuliebe

Auf seiner Internetseite macht die Initiative auf gewisse Verhaltensregeln aufmerksam: So wird darum gebeten, behutsam mit den Obstbäumen umzugehen und es darf nur geerntet werden, was ohne Leiter zu erreichen ist. Jeder soll nur so viel ernten wie er selbst verbrauchen kann, damit die Aktion dafür Sorge trägt, dass das Obst auch tatsächlich verwertet wird.

Gemeinsam ernten für den guten Zweck

Wer möchte, kann die heimische Ernte auch spenden: Die hessischen Tafeln e. V. sind als Kooperationspartner bei der Aktion dabei. Wer seine Ernte spenden möchte, wendet sich am besten vorab an die Ansprechpartner der Tafel Hessen.

Alle Informationen wurden vom Bundesministerium Landwirtschaft übernommen und können unter dem folgenden Link nachgelesen werden Ernteaktion Gelbes Band

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