Stellungnahme der HGNO zur Bauleitplanung „Gewerbegebiet B45“ im Jahr 2018

Zum Bebauungsplan „Gewerbegebiet an der B 45″ , nimmt die HGNO im Juli 2018 wie folgt Stellung
Der Bebauungs- und Grünordnungsplan „Gewerbegebiet an der B 45″ wird abgelehnt

 

Grundsätze des Umgangs mit Grund und Boden:
Die Bebauung widerspricht den Grundsätzen des Umgangs mit Grund und Boden und steht im Gegensatz zu den Forderungen nach Eindämmung ungezügelten Flächenverbrauchs. Auf die vielfältigen Funktionen der Böden als Filter und Wasserspeicher wird ausdrücklich hingewiesen

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Auegebiet der Mümling mit Randzonen:
Das Planungsgebiet liegt in der Mümlingaue und gehört dadurch zu den wertvollsten naturbelassenen Landschaftsteilen des Kreisgebiets. Auegebiete gehören wegen ihrer Artenvielfalt zu den besonders wertvollen Lebensräumen.

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Naturschutzgebiet „Bruch von Bad König und Etzen-Gesäß“:
Durch die Bebauung der Bruchwiesen als Gewerbegebiet würde das angrenzende Naturschutzgebiet in seiner Funktion für die Tier- und Pflanzenwelt nicht nur beeinträchtigt, sondern es besteht auch die Gefahr, dass dem Gebiet die Schutzwürdigkeit wieder aberkannt wird. Auch wenn die Wiesen durch die frühere landwirtschaftliche Nutzung noch nicht die Vielfalt an Blütenpflanzen aufzeigen, sind sie doch als Jagd- oder Rastgebiet für viele Vogelarten, u.a. auch Greifvogelarten, von unersetzlichem Wert.

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Naturschutzgebiete im Odenwaldkreis:
Seit dem Jahr 2000 wurden im Odenwaldkreis keine NSGs mehr ausgewiesen und die wenigen bestehenden Naturschutzgebiete sind alle sehr klein. Um eine sinnvolle Vernetzung von geschützten Zonen zu erreichen müssten zusätzliche Schutzgebiete eingerichtet werden. Wegen der Nähe zum bestehenden Naturschutzgebiet sollten die Wiesenflächen als Erweiterungsfläche für das NSG freigehalten werden.
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Ornithologische Studie:
Hinsichtlich der Artenvielfalt im Bereich der Bruchwiesen lege ich Ihnen im Nachgang zu diesem Schreiben eine Studie des Feldornithologen Claus Fehse vor
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Schlussbetrachtung und Vorschlag:
Da über viele Jahre offensichtlich kein Bedarf für zusätzliche Gewerbeflächen in Bad König bestanden hat und möglicherweise auch heute nicht besteht, sollten die Stadtverordneten auch im Hinblick auf zukünftige Generationen noch einmal überlegen, ob sie nicht doch der Schönheit der Landschaft und dem Wert der Natur den Vorzug geben vor einer Zersiedelung der Landschaft.

 

 

 

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